Fragen und Antworten

Was ist in Magenmorsellen enthalten?

Alle Magenmorsellen enthalten Schweizer Zucker und Wasser. Je nach Sorte kommen noch Frucht-Essenzen oder Öle, Gewürze und Lebensmittelfarbe hinzu, im Detail:

*Pfefferminze: Pfefferminzöl (100% natürlich)
Banane: Bananen-Essenz, Lebensmittelfarbe
Zitrone: Zitronen-Essenz (naturell), Lebensmittelfarbe, gemahlene Mandeln (bio)
Ananas: Ananas-Essenz, Lebensmittelfarbe
Erdbeere: Erdbeer-Essenz, Lebensmittelfarbe
Himbeere: Himbeer-Essenz, Lebensmittelfarbe
Bergamotte: Bergamott-Öl (naturell), Lebensmittelfarbe
Vanille: Vanille-Extrakt (naturell), Lebensmittelfarbe
*Änis: Natürliches Sternänis-Öl
Ingwer: Bio-Ingwerpulver und Lebensmittelfarbe
*Original: Unsere geheime Kräutermischung mit Zimt, Nelken uvm.
*Chocolat: Bio-Kakaopulver, Bio-Zimtpulver

Die mit * markierten Sorten sind rein natürlich, ganz ohne Lebensmittelfarbe!

Wir beziehen alle unsere Essenzen seit Jahrzehnten von der kleinen Firma W. Hollinger in Basel.

Warum sind nicht alle Magenmorsellen gleich dick?

Unsere Magenmorsellen wiegen normalerweise so zwischen 12g und 16g pro Stück, die Magenmorsellchen zwischen 3g und 4g. Wenn wir die kochende Zuckermasse von Hand auf das Blech giessen verläuft sie nie genau gleichmässig. Wir bemühen uns zwar, so präzise wie möglich zu giessen, aber das gelingt nicht immer perfekt. Wir finden, dass handgemachte Lebensmittel diese kleinen Unterschiede haben dürfen – ja sie dadurch zu Einzelstücken werden und sehen das nicht als Problem.

Wieviele Kalorien enthalten Magenmorsellen?

Eine Magenmorselle wiegt im Schnitt etwa 14g und hat damit rund 56kcal (235 kJ). Ein Magenmorsellchen von ca 3-4g hat somit nur gerade etwa 14 kcal (59 kJ)! Zum Vergleich: Ein Glas Cola (3dl) enthält 132 kCal, Fanta 144 kCal und Orangensaft 120 kCal.
Im Gegensatz zu Schokolade oder Rahmtäfeli haben Magenmorsellen aber keinerlei Fett oder Eiweiss – im Zweifel also lieber ein Magenmorsellchen als „es Reieli Schoggi“ :-). Und wen’s denn interessiert: sie sind aus Schweizer Zuckerrüben und – vegan.

Was ist eine „Bergamotte“?

Eine Bergamotte ist eine Zitrusfrucht, entstanden vermutlich aus einer Kreuzung zwischen Zitrone und Bitterorange. Sie wird nicht als Speisefrucht angebaut, sondern für ihre Duftstoffe gewonnen.
Allerdings riecht sie meines Erachtens eher nach Birne mit leichtem Orangenduft – schwer zu beschreiben, Sie sollten es selber probieren!
Bergamotte ist nach Himbeere und Erdbeere unsere 3.-beliebteste Sorte! Weitere Informationen zu „Bergamotte“ bei Wikipedia.

Wie werden Magenmorsellen überhaupt gemacht?

Magenmorsellen werden vor allem von Hand gemacht.
Zucker wird mit einer exakt bemessenen Menge Wasser in einem Topf aufgekocht und dann zum richtigen Zeitpunkt vom Herd genommen. Faszinierenderweise klappt es nicht bei einem Grad Celsius weniger – und bei einem mehr auch nicht. Das war die wichtigste Lektion bei den ersten selbst hergestellten Magenmorsellen – aber man lernt ja immer dazu. Früher musste mein Grossvater noch anhand der Bläschengrösse bestimmen, wann der richtige Zeitpunkt ist – heute verwenden wir einen Thermometer.
Dann kommt der kritische Moment: So lange rühren, bis der „richtige“ Zeitpunkt ist zum Giessen: Die Zuckermasse wird dann auf ein mit speziellem Papier belegtes Aluminium-Blech gegossen und ruhen gelassen. Und wieder ist es ein bestimmter Zeitpunkt, zu dem die jetzt leicht gehärtete Masse geritzt werden muss. Während wir ursprünglich gehofft hatten, dass der Zeitpunkt einfach „nach der Uhr“ bestimmt werden kann – so stellten wir bald fest, dass das nicht funktioniert. Aber nach ein paar Hundert Güssen klappte es wunderbar :-).
Gekratzt, gewischt, gedreht und anschliessend in 10er Platten gebrochen wird das Ganze dann weggestellt. Etwa eine Stunde später können die Magenmorsellen in die einzelnen Stücke gebrochen werden. Unsere neuen Magenmorsellchen, ursprünglich nur gedacht als „Versucherli“, nun besonders beliebt als Geschenk, geben entsprechend noch mehr Arbeit – aber wir freuen uns, dass sie so gut ankommen.
Alles in allem haben wir versucht, die meisten dieser Arbeitsschritte so weit möglich zu vereinfachen, zu verbessern und zu optimieren. Abgesehen vom Induktionsherd, dem Thermometer und einigen Kleinigkeiten machen wir aber alles noch genau so wie der Apotheker A. Thon es seit 1899 gemacht hat. Schade, dass seine Kupferpfannen vor Jahrezehnten entsorgt worden sind – Edelstahlpfannen waren damals neu und gross in Mode.
Wir werden weiterhin daran arbeiten, die Abläufe zu verbessern und führen vielleicht die eine oder andere zusätzliche Sorte ein – aber eines versprechen wir: Unsere Magenmorsellen bleiben wie sie sind – und waren. Hassen Sie das auch, wenn es heisst: „verbesserte Rezeptur“? Nicht bei uns! 🙂